EXTERNE PRÜFSERVICES

MECHANISCHE PRÜFUNG
Schwingungsprüfungen

Schwingungsprüfungen sind zentrale Validierungsverfahren zur Bewertung der Widerstandsfähigkeit von Produkten gegenüber mechanischen Belastungen wie Vibrationen und Stößen, denen sie während des Betriebs ausgesetzt sind.

Im Rahmen dieser Prüfungen werden Produkte definierten Schwingungsprofilen mit festgelegten Frequenzen, Amplituden und Beschleunigungswerten ausgesetzt. Ziel ist es, potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren und die strukturelle Integrität sicherzustellen.

Typische während der Prüfungen analysierte Fehlerbilder sind:

* Lockerung von Befestigungselementen
* Rissbildung oder strukturelle Schäden an Bauteilen
* Kontaktprobleme in elektronischen Komponenten
* Resonanzbedingtes Strukturversagen

Unser Hochleistungs-Schwingungssystem kann in Kombination mit einer Klimakammer betrieben werden. Dadurch sind Schwingungsprüfungen unter Temperaturbedingungen von –70 °C bis +180 °C möglich. Dies ermöglicht eine kombinierte Bewertung mechanischer und klimatischer Belastungen.

Technische Leistungsdaten unserer Prüfinfrastruktur:

* Frequenzbereich: 0–2600 Hz
* Maximale Vibrationskraft: bis zu 54 kN
* Mechanische Stoßkraft: bis zu 108 kN
* Mehrachsenprüfungen (X-, Y- und Z-Richtung) durch variable Positionierung des Schwingungssystems

30

Anzahl der Testmaschinen

-50°C +150°C

Prüftemperaturbereich

600 lpm

Durchflussbereich

Technische Spezifikationen des Schwingungssystems
FREQUENZBEREICH 5 – 2600 Hz
NENNKRAFT 54 kN (Sinus / Zufall), 108 kN (mechanischer Stoß)
MAXIMALE BESCHLEUNIGUNG 1000 m/s² (Sinus), 2000 m/s² (Stoß)
MAXIMALE GESCHWINDIGKEIT 2,2 m/s (Sinus), 2,2 m/s bzw. 3,5 m/s (Stoß)
MAXIMALER AUSLENKUNGSWEG (SINUS) 51 mm (pp)
MAXIMALER HUB 64 mm (pp)
PRÜFACHSEN X, Y, Z

Anwendbare Prüfnormen: DIN EN 60068-2-6, DIN EN 60068-2-64, IEC 60068-2-27, ISO 16750-3, Volkswagen VW 80000, Scania TB1900, MIL-STD-810B, MIL-STD-810C, MIL-STD-810H, MIL-STD-202F / MIL-STD-202G

Spezifikationen der Klimakammer

Temperaturbereich

-70 °C / +180 °C

Temperaturabweichung

0,1 – 0,8 K 

Feuchtigkeitsbereich

10 % – 95 % relative Luftfeuchtigkeit 

Temperaturhomogenität

0,5 – 2 K 

Temperaturänderungsrate

10,5 K/min (Abkühlung) – 9,5 K/min (Aufheizung)

Temperaturgradient

< 4 K 

Testraumgröße

950 × 800 × 800 mm 

Wärmekompensation

8000 W 

Sinusschwingungsprüfung

Die Sinusschwingungsprüfung wird durchgeführt, indem das Produkt kontrollierten Schwingungen innerhalb eines definierten Frequenzbereichs (5–2600 Hz) ausgesetzt wird. Auf diese Weise lassen sich die Eigen- bzw. Resonanzfrequenzen des Produkts identifizieren, bei denen eine maximale Schwingungsantwort auftritt. Zudem können strukturell kritische Bereiche frühzeitig erkannt werden. Die gewonnenen Messdaten dienen der gezielten Analyse, Auslegung und Optimierung des Produktdesigns.

Modalanalyse

Bei der Modalanalyse wird das Produkt mithilfe eines Schwingungserregers gezielt angeregt. Zur Erfassung der dynamischen Antwort werden Beschleunigungssensoren eingesetzt. Auf Grundlage der gemessenen Signale werden die Eigen- bzw. Resonanzfrequenzen sowie das Schwingungsverhalten des Produkts bestimmt.

Zufallsvibrationstest

Die Zufallsschwingungsprüfung simuliert die komplexen und breitbandigen Schwingungsbelastungen, denen ein Produkt unter realen Betriebsbedingungen – wie Straßenanregungen, Transportbeanspruchungen oder fahrzeugbedingten Vibrationen – ausgesetzt ist, in einer kontrollierten Laborumgebung. Nach Abschluss der Prüfung wird das Produkt einer detaillierten Inspektion unterzogen. Dabei werden mögliche Rissbildungen, Lockerungen, Brüche, Kontaktprobleme oder Funktionsbeeinträchtigungen analysiert, um die strukturelle Integrität und Funktionssicherheit zu bewerten.

Stoß- und Schlagprüfung

Die Stoßprüfung dient der Bewertung der Widerstandsfähigkeit eines Produkts gegenüber plötzlichen Stößen, Aufprällen oder Fallbelastungen. Die Prüfungen können mit Kräften von bis zu 108 kN durchgeführt werden, um die strukturelle Integrität und Funktionsfähigkeit des Produkts unter extremen Belastungen sicherzustellen.

Kombinierter Vibrations- und Temperaturtest

Der kombinierte Vibrations- und Temperaturtest ist ein Umweltbeständigkeitstest, bei dem das Produkt gleichzeitig Vibrationen und schnellen Temperaturschwankungen ausgesetzt wird. Die Vibrationen werden unter Temperaturbedingungen von -70 °C bis +180 °C angewendet, wodurch die Vibrationsbeständigkeit unter thermischer Belastung bewertet werden kann.

Sinus-auf-Zufallsschwingungsprüfung

Die Sinus-auf-Zufall-Schwingungsprüfung ist ein fortschrittliches Vibrationsprüfverfahren, bei dem das Produkt gleichzeitig realen Mischschwingungen (Zufallsschwingungen) und Anregungen mit definierter Frequenz (Sinusschwingungen) ausgesetzt wird. Die Prüfung kann unter hohen Beschleunigungswerten sowie bei Temperaturzyklen von -70 °C bis +180 °C durchgeführt werden.

Umwelttests

Feuchtigkeitstest & Temperaturwechseltest

Temperaturbereich: -70 °C bis +180 °C
Feuchtigkeitsbereich: 10 % – 95 % relative Luftfeuchtigkeit
Temperaturänderungsrate: 10,5 K/min (Abkühlung) – 9,5 K/min (Aufheizung)
Testraumgröße: 950 × 800 × 800 mm
Temperaturabweichung: 0,1 – 0,8 K
Temperaturhomogenität: 0,5 – 2 K
Temperaturgradient: < 4 K
Wärmekompensation: 8000 W

Salzsprühtest (Salznebel-/Korrosionsprüfung)

Der Salzsprühtest ist eines der am häufigsten angewandten beschleunigten Korrosionsprüfverfahren. Dabei werden Proben einer korrosiven Umgebung ausgesetzt, die durch kontinuierliches Besprühen mit einer Salzlösung (typischerweise 5 % Natriumchlorid, NaCl) unter kontrollierten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen erzeugt wird. Ziel ist die Bewertung der Beschichtungsqualität, der Korrosionsbeständigkeit und der Oberflächenschutzleistung.

Nach der Prüfung wird die Beständigkeit von Schutzschichten wie Lack, Beschichtung, Verzinkung, Chrom und Nickel gegenüber Rost, Blasenbildung, Rissbildung und Abblättern untersucht. Dies liefert Hinweise darauf, wie lange ein Produkt realen Umwelteinflüssen standhält.

Anwendungsbereiche: Automobilindustrie, Haushaltsgeräte, Kunststoffindustrie, Stahlindustrie, Kupferindustrie, Handwerkzeuge
Prüfparameter:
Temperaturschwankung: ≤ ±0,5 °C
Temperaturhomogenität: ≤ ±1 °C
Temperaturtoleranz: ≤ ±1 °C
Testwasserkapazität: 15 Liter
pH-Wert: 6,5 – 7,2 (neutrale Lösung)
Anwendbare Prüfnormen: ISO 9227, ASTM B117, ISO 7253, JIS-D020, H8502, H8610, K5400, Z2371

Thermoschocktest

Der Thermoschocktest ist eine thermische Schockprüfung, die gemäß allen OEM-Spezifikationen durchgeführt wird. Ziel ist die Bewertung der Beständigkeit des Produkts gegenüber schnellen Temperaturänderungen und wiederholten Temperaturwechseln.
Testbedingungen:
Testmedium: Glykol-Kühlmittel
Untere Temperaturgrenze: -40 °C
Obere Temperaturgrenze: 140 °C
Einstellbare Verweilzeit
Anzahl der Wiederholungen der Temperaturwechsel einstellbar

Anwendbare Normen: TS EN 60068-2-14 Nc

Hydraulische Leistungsprüfungen
  • Regelbereich der Flüssigkeitstemperatur: -40 °C bis +140 °C, Regelstabilität ±3 °C
  • Temperaturanstiegsrate: 1 °C/min
  • Flüssigkeitsdurchleitung: 2 Einlässe – 3 Auslässe
  • Systemdruckregelung: 0–6 bar mit automatischer Entlüftungsfunktion
  • Kühlmittelspeicherung: Für ein Ethylenglykol-Wasser-Gemisch von 60:40 bis 40:60 (typischerweise 50/50)
  • Beispielhafte Leistungstests: Dichtheitsprüfungen, Leistungstest (Raum-, Niedrig- und Hochtemperatur), Anlaufzeittest, Totdrucktest, Kavitationstest
  • Prozesskammer der eWP-Leistungsprüfmaschine: Konditionierbar im Temperaturbereich von -35 °C bis +140 °C
  • Flüssigkeitsdurchleitungsleitungen: Zwei verschiedene Leitungen, z. B. für hohe und niedrige Durchflussraten
  • Automatisierte Testsequenzen gemäß OEM-Standards: General Motors GMW3172, Ford ESDS78-8C419-AD, Fiat Chrysler PF.90276, VW 80000 / LV 124, ISO 16750, Scania TB1900
Akustische Prüfung

Prüfraum: Halbreflexionsarmer Raum
Prüfnormen: Akustische Prüfungen gemäß ISO 3746
Spezifikation: PSA Akustikprüfspezifikation (AMMT_METV8_0493)
Akustische Messgeräte: Brüel & Kjær